19.01.2016

Grasmann/de Ketele auf Siegkurs

Mit einer Bonusrunde alleinige Führung geschafft

Christian Grasmann

Kann Christian Grasmann in seinem nunmehr 61. Sechstagerennen – davon elf Rennen in Bremen – bei den 52. Bremer Sixdays endlich seinen ersten Sieg feiern? Vieles spricht dafür, denn mit dem Belgier Kenny de Ketele hat er einen starken Partner, mit dem Grasmann im ÖVB-Team glänzend harmoniert.

Das war besonders gut am vorletzten Tag der Sixdays zu sehen, als die Beiden sich zunächst eine Bonusrunde sicherten, die alleinige Führung übernahmen und in der abschließenden Großen Jagd alle Versuche der Verfolger erfolgreich abwehrten, zu ihnen aufzuschließen. Am nächsten dran waren noch Jesper Mørkøv / Morgan Kneisky (Schulenburg), die in den Schlussminuten versuchten, einen Rundengewinn einzufahren, den aber nicht mehr schafften. Zu stark war das Feld, das die Ausreißer fast wieder einholen konnte.

Am morgigen Schlusstag gibt es noch zwei Jagden, in denen sich die Sixdays 2016  entscheiden werden. Vier Teams können noch auf das Treppchen, der Rest ist abgeschlagen. Selbst eine so stark eingeschätzte Mannschaft wie Wim Stroetinga/Andreas Müller (Hermes Systeme) konnte nicht mehr ganz mithalten und liegt mit elf Runden Rückstand auf Platz fünf hoffnungslos zurück.

Beendet wurde der Wettbewerb um den U23-Cup des Radsport-Nachwuchses. Hier setzte sich das dänische Team mit Simon Bigum/Elias Helleskov Busk souverän durch. Zwei belgische Mannschaften folgten auf den nächsten beiden Plätzen. Alle Bemühungen, den Rundenrückstand wieder aufzuholen, waren vergeblich.

Ein Novum boten die Macher der Sixdays mit dem ersten Jedermann-Rennen. Bei DEIN RENNEN starteten je sechs Frauen und Männer vor großem Publikum und drehten je eine Rekordrunde. Mit rund 50 km/h und mehr setzten sich alle großartig in Szene und begeisterten das Publikum. Nach diesem Wettbewerb hieß es beim Sportlichen Leiter Erik Weispfennig und Peter Rengel, Leiter der ÖVB-Arena, einmütig: „Das wollen wir nicht nur fortführen, sondern in den nächsten Jahren möglichst noch ausbauen“.

Bei den Sprintern lag am Abend eine Sensation in der Luft. Denn erstmals seit zwei Jahren wackelte der von Jeffrey Hoogland – inzwischen mehrfacher Europameister - aufgestellte Rundenrekord von 8,812 Sekunden. Richard Aßmus verfehlte ihn um 8/1000 Sekunden. Die Uhr blieb bei 8.820 Sekunden stehen. Am Dienstag will er einen neuen Angriff auf die Bestzeit starten. Das wollte eigentlich auch Matthew Rotherham, der für diesen Wettbewerb eigens einen anderen Radkranz auflegen ließ. Doch mit 8.914 Sekunden lag er doch deutlich hinter Aßmus. Immerhin führt der Brite im deutsch-englischen Sprinter-Vergleich in der Einzelwertung deutlich vor Aßmus.

 

Stand nach dem fünften Tag, 01.15 Uhr

1.

Christian Grasmann / Kenny de Ketele

ÖVB

0

217

2.

Jesper Mørkøv  / Morgan Kneisky

Schulenburg

1

264

3

Alex Rasmussen / Marcel Kalz

SWB

2

299

4.

Sebastian Mora / Yoeri Havik

X-Tip/Die Spielemacher

2

226

5.

Wim Stroetinga / Andreas Müller

Hermes Systeme

11

117

6.

Nico Heßlich / David Muntaner

Atlantic Hotels

18

226

7.

Achim Burkart / Melvin van Zijl

Radio Bremen Eins

22

118

8.

Sebastian Wotschke / Fan Freuler

mein-dienstrad.de

25

137

9.

Hans Pirius / Andreas Graf

Bike it

25

84

10.

Moreno de Pauw / Lucas Liß

Sonne am Haus

30

134

11.

Martin Blaha / Jan Kraus

Holiday on Ice

32

60

12.

Marcel Barth / Alois Kankovsky

elements pure Hotel

46

46

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